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Neuigkeiten:

  Besuch der Rettungsleitstelle Freiberg
06.01.2006  
Besuch der Rettungsleitstelle Freiberg am 05.01.2006

Ihren ersten Dienst im neuen Jahr nutzte die Frauengruppe am Donnerstag den
5. Januar 2006, um die Rettungsleitstelle in Freiberg zu besichtigen.
Da gerade die Besetzung des Funkes im Einsatzfall zu den Aufgaben der Kameradinnen gehört, war es für alle eine interessante Weiterbildung. Offene Fragen, wie etwa das Status setzen, wurden vom Leiter der Rettungsleitstelle Herrn Meyer fachkundig und sehr anschaulich beantwortet. Er erklärte alle technischen Geräte und führte an Beispielen den Vorgang einer Alarmierung vor. Auch bestätigte er unserer Wehr ein sehr gutes Funkverhalten.
Wir bedankten uns bei den Mitarbeitern der Leitstelle mit einem selbstgebackenen Kuchen und einem Päckchen Kaffe und wünschten außer „Guten Appetit“ auch weiterhin gute Zusammenarbeit.

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  Frauen stehen ihren Mann (Artikel aus der ``Freien Presse`` vom 02.01.2006)
02.01.2006  
Frauen stehen bei der Wehr mit Feuereifer ihren Mann

Menschen, die immer für andere da sind:
17 Frauen stärken die Reihen der Großwaltersdorfer Feuerwehr


Menschen, die immer für andere da sind, ihnen helfen, Freude bereiten – es gibt viele unter uns. Doch sie machen nicht groß Reden um ihr Tun. Einige der stillen Helfer stellt „Freie Presse“ vor.


Artikel und Foto von Christoph Heyden – erschienen in der „Freien Presse“ vom 02.01.2006


Großwaltersdorf. Brandschutz ist in Großwaltersdorf keine reine Männersache. Surrt in der 1000-Seelen-Gemeinde im Landkreis Freiberg die Sirene, eilen nicht nur Florianjünger zum Gerätehaus. Genauso flott und versiert ist bei Wind und Wetter eine Gruppe ehrenamtlicher Frauen auf den Beinen, um Leben zu retten, Katastrophen zu beheben. Ob als Maschinistin, Einsatzfahrerin, Melderin und Schlauchtruppführerin – die Frauen stehen ihren Mann. Auch im familieninternen Ausrückwettbewerb. Schließlich halten acht Ehepaare seit Jahren der Truppe die Treue.
Das moderne Einsatzfahrzeug lenkt Renate Baumann genauso gut, wie im Alltag den Gabelstapler als Landwirtin. Marina Ranft versteht sich als Lehrerin auf klare Ansagen, Regeln, die ihr am Funkgerät und als Maschinistin zu Passe kommen. Und die Agraringenieurin Anita Keißner sorgt an der Tragkraftspritze mit für Druck in den Schläuchen. Den erzeugt sie in ihrer Freizeit auch mit viel Engagement als Vorsitzende des Landfrauenvereins „Wirbelwind“. Befähigt mit Kundenwünschen umzugehen, wird die gelernte Verkäuferin Jutta Helbig in der Gruppe als „Mädchen für alles“ geschätzt.
Feuerwehrverrückte Familien – in Großwaltersdorf dominiert da auch mal das vermeintlich schwächere Geschlecht. Etwa bei Görners, wo neben dem Ehemann, Frau Regina, Tochter Katrin und Enkelin Nicole für den Dienst in blauer Uniform Feuer und Flamme sind. Wo sonst Vater und Sohn am Strahlrohr stehen, sind es in dem zu Eppendorf gehörenden Ortsteil die Mütter Heike Trinks und Sylvia Ries mit ihren namensgleichen Töchtern Peggy. Wehrleiter Bernd Ranft kann in der Tagesbereitschaft stets auf seine Feuerwehrfrauen setzen.
Insgesamt 17 Großwaltersdorferinnen zwischen 17 und 67 Jahren sind im Ehrenamt durchaus keine zweite (Wehr)-Wahl. „Die Kameradschaft ist bei uns das A und O, gleiche Rechte und Pflichten sind keine Floskel“, betont der Wehrleiter. Auch die neun Frauen, die nicht zum operativen Trupp zählen, sondernd eher im Hintergrund arbeiten, wissen mit Kupplungen, Verteilern und Schläuchen fachmännisch umzugehen. Aller vier Wochen gehen sie zum Übungsabend. „Ja, bei uns haben alle Frauen die Grund- und Truppführerausbildung absolviert“, betont Ranft. Das Einmaleins der Feuerwehrtechnik und –taktik vermittelt den Frauen Wilfried Höber. Seit nunmehr 36 Jahren bildet er aus. „Anfangs übten sich meine weiblichen Schützlinge in Zurückhaltung gegenüber der Technik, hatten gewissen Respekt. Das ist schon lange vorbei.“
Von dem Leistungsvermögen der Wehrfrauen konnten sich schon ganze Rettungshelfer-Einheiten bei Leistungsvergleichen der Feuerwehr überzeugen. Seit 1994 dabei, haben die Großwaltersdorfer Frauen manches Männerteam fast zur Verzweiflung gebracht. Denn mangels weiblicher Gegnerschaft starteten sie in der Männerkonkurrenz – und schlugen sich oft weit besser als die Herren.
2005 feierten die Großwaltersdorfer das 40-jährige Bestehen der Frauenabteilung und ließen sie hoch leben. Schließlich sorgen sie sich mit um aller Einwohner Sicherheit. Mit Inge Ranft, Christine Buschmann sowie Regina Görner beweisen sogar noch drei Gründungsmitglieder ihren Feuereifer. Dazu die zugezogene Helga Höber, die es auf insgesamt 42 Feuerwehr-Jahre bringt.
Aber nicht nur beim Vorbeugen, Löschen und Retten sind die Frauen im Einsatz für andere. Ohne sie würden vielen kulturellen Veranstaltungen der Zündstoff fehlen. Bei den berühmten internationalen Pferdesportturnieren im Ort oder dem weit über die Grenzen hinaus bekannten „Kartoffeltag“ etwa, sorgen sie mit für gutes Gelingen und Stimmung.

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  Neujahrswünsche
28.12.2005  
Allen Besuchern unserer Homepage
ein gesundes neues Jahr 2006
wünscht die Wehrleitung!


  Einsatz am 21.12.2005
21.12.2005  
Am Mittwoch, den 21.12.2005 um 11.32 Uhr wurde unsere Wehr per Sirene und Funkmeldeempfänger zu einem Einsatz in Eppendorf alarmiert.
Im Seniorenheim „Kranich“ auf der Freiberger Straße war die Brandmeldeanlage eingelaufen.
Einer schnellen Rückmeldung der Einrichtung an die Leitstelle war es zu verdanken, dass die 11 einsatzbereiten Kameradinnen und Kameraden nicht ausrücken mussten.
Es handelte sich um eine Fehlalarmierung.


  Jahresabschluss der Frauengruppe am 07.12.2005
08.12.2005  
In diesem Jahr feierte die Frauengruppe den Jahresabschluss in Memmendorf im Gasthof „Goldener Stern“.
Zuerst wurde 2 Stunden auf der hauseigenen Bowlingbahn gewetteifert.
Dabei ging Kameradin Sylvia Ries als Siegerin hervor, gefolgt von den Kameradinnen Renate Baumann und Katrin Reichelt. Alle hatten viel Spaß und sich den nötigen Appetit für das nun folgende Essen im Kaminzimmer geholt.
Als Vorspeise bedienten sich alle am Salatbüffet. Danach gab es verschiedene Grillspezialitäten vom Eichenholzgrill im Kamin. Natürlich brauchte auch niemand zu verdursten.
Für die Frauen war es ein schöner geselliger Abend in kameradschaftlicher Runde.

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  Von der Gründung 1931 bis 1945
06.12.2005  

Anläßlich unseres 75jährigen Gründungsjubiläums, das wir am Osterwochende 2006 begehen wollen, bringen wir eine kleine monatliche Reihe zur Geschichte unserer Feuerwehr als Auszug aus der Feuerwehrchronik.

2.Teil: Von der Gründung 1931 bis 1945

Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr 1931


1930 trat der junge Bürgermeister Max Neubert (geb.1900) seinen Dienst an. Er sah die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr als eine seiner ersten Aufgaben. Danach wurden am 4.Juli 1930 Gesuche an den Gemeinderat gestellt, die Spritzenmannschaft aufzulösen und eine freiwillige Feuerwehr zu gründen. In der Einwohnerversammlung am 20.Januar 1931 wurde dazu der Beschluss gefasst. Die Absicht der Gründung wurde durch den Großwaltersdorfer Anzeiger und Aushänge bekannt gegeben und um Anmeldung gebeten. Die Spritzenmannschaft reichte eine Liste derer ein, welche in die Feuerwehr übertreten wollten. Die aktive Truppe wurde auf 40 Mann festgelegt. Dazu kamen die passiven Musiker. Das Kommando bildeten der Hauptmann Max Wächtler mit seinem Stellvertreter Oskar Schreiber, ein Feldwebel und die einzelnen Zugführer. Die Mannschaft wurde in Steiger-, Spritzen- und Pionierzug sowie den Hornisten eingeteilt und erhielt Helme, Gurte und Uniformen von der Gemeinde. Das Oberhaupt der Feuerwehr bildete auch damals schon der Bürgermeister. Max Neubert wurde zum Branddirektor ernannt. Am 5.Februar traten 19 Mitglieder der Spritzenmannschaft und die sieben Musiker der Feuerwehr bei. Die noch notwendigen 21 Kameraden wurden aus 30 Anmeldungen ausgelost.
Die sieben Musiker waren allesamt Bläser und wurden zu Beginn von Walter Auerbach geleitet. Sie lösten sich bei Kriegsbeginn 1939 wieder auf. Zu gleicher Zeit gab es noch ein Martinshornquintett innerhalb der Truppe.

Die wohl wichtigste Versammlung unsere Feuerwehr fand am 26.März 1931 als Gemeinderatssitzung mit dem noch bestehendem Ausschuss der Spritzenmannschaft statt. Das Kolloquium wählte den Hauptmann und dessen Stellvertreter. Als Gründungstermin wurde der 31.01.1931 festgelegt. Die klare Zuständigkeit der Züge wurde beibehalten und jeder einzelne Kamerad in eine Aufgabe gewählt.

Am 9.April 1931 wurden Dienstvorschriften aus Gründungssatzungen der Nachbarwehren verlesen und eine eigene Satzung erarbeitet. Vier Übungsverordnungen des sächsischen Feuerwehrverbandes wurden an die Zugführer vergeben und die erste Übung auf den kommenden Sonntag früh 6:00Uhr festgelegt. Die ersten durch Schneidermeister Bach angefertigten Dienströcke wurden verteilt. Die Mützen wurden im Preis heruntergehandelt und von den Kameraden als Eigentum erworben. Von Eppendorf kaufte die Gemeinde Hakenleitern.

Am 9.Mai fand die erste Kompanieversammlung statt, in der zu Beginn der Hauptmann den Kameraden, Zitat:„...ans Herz legte, dass in unserer Feuerwehr Politik und Parteien in jeder Hinsicht fernbleiben soll...“ (Später wird an das Zitat noch einmal erinnert werden.)

Das erste Foto unserer Freiwilligen Feuerwehr wurde am 18.September 1932 vor dem Steigerturm aufgenommen und ist als „Gründerfoto“ zu bezeichnen.



Nach der Kompanieversammlung 1931 wurde der Antrag zu Aufnahme in den Bezirksverband Freiberg der sächsischen Feuerwehren gestellt. Dazu bedurfte es einer Aufnahmeprüfung die durch, Zitat: „... die Herren Branddirektor und Vorsitzenden Pötsch und Verbandsführer Schröter...“ aus Freiberg sowie Branddirektor und Bürgermeister Neubert abgenommen wurde. Die Prüfung erfolgte in den Teilen Fußmarsch (der mit 35 Liter Bier und Musik in Richtung Wartburg / Wünschendorf vorher geübt wurde), Steiger- und Spritzenübung sowie einem Sturmangriff. Mit dem Ergebnis „sehr gut“ in allen Teilen wurde die Feuerwehr aufgenommen. Die Verbandstagungen und Kommandeursversammlungen wurden allesamt besucht.
1935 wurde die Gemeinde zur Amtshauptmannschaft Flöha einbezirkt, so dass man auch die Feuerwehr dem Bezirksverband Flöha angliederte. Mit einigen Jahren Verzögerung ist dies Anfang der 1990er wieder umgedreht worden.

Nach der Gründung gab es einige interessante Beschlüsse:
- Die Hornisten (jeweils einer im Unter- und Oberdorf) übten Signaltöne zur Alarmierung der benötigten Züge ein und taten diese erst dem Kommando dann den Zügen kund die sie durch Nachahmung wiederholen mussten.
- Das Ziehen der Spritze durch Gespannführer die nicht Mitglied der Feuerwehr waren, wurde ausgeschrieben. Der Bürgermeister verwies darauf, dass nicht zum Spritzenhaus geeilt werden sollte, sondern erst herausgefunden werden musste ob die Spritze noch am Standort ist.
- Wenn nichts zu steigen war, sollten Pioniere und Steiger mit Spritze drücken.
- Bei Bränden außerorts sollte die Spitze nicht überladen werden. Wer ein Fahrrad besaß, sollte mit diesem zur Brandstelle ziehen.

Die Übungsdienste wurden durch die Hornisten 30 Minuten vor Beginn ausgeblasen, bis 1932 der erste Dienstplan aufgestellt und an jeden Kameraden verteilt wurde. Interessant ist, dass der Dienst meist Sonntag früh um 6:00 Uhr oder sogar 5:00 Uhr begann. Bei Nichterscheinen wurden für damalige Verhältnisse schmerzhafte Strafgelder erhoben. Über die Anerkennung von Entschuldigungen entschied der Ausschuss. Futter holen oder eine kalbende Kuh fanden dabei keine Anerkennung. Desgleichen galt auch bei Bränden.
Ein Versuch des Bereitschaftsdienstes (die Kameraden erhielten Nummern – die ungeraden rückten im I. und II. Quartal aus, die geraden im III. und IV.) wurde ebenso bald wieder aufgehoben, wie das Folgen der Spritze mit dem Fahrrad.
Da die Gemeinde nicht in der Lage war die Uniformröcke zu finanzieren stellte die Feuerwehrkasse Geld mit Rückzahlung in zwei Raten zur Verfügung. Meist wurde der Stoff gekauft und das Anfertigen selbst in Auftrag gegeben. Weiterhin beschloss man den Branddirektor feuerwehrgemäß einzukleiden.
Erwähnenswert ist auch, dass in dieser Zeit eine Gasmaske zum Vorgehen in den Brandraum zur Verfügung stand, die nur der Steiger Homilius trug.

Am 09.September 1933 bekannten sich die Kameraden notgedrungen zu der Nationalregierung. An dieser Stelle soll noch einmal an die Worte des Kommandanten erinnert werden, dass Politik und Parteien fernbleiben sollten. Fortan gab es den Wehrführer und den Führungsausschuss und die Versammlungen beschloss man mit einem dreifachem „Sieg Heil“. Auch unter den veränderten Bedingungen kamen die Kameraden weiterhin ihrer ursprüngliche Dienstpflicht nach.

1934 sammelte die bestehende Wehrführung für ein Tischbanner, das in Eibenstock gefertigt wurde. Es war lange Zeit nicht auffindbar, so dass Martha Siegert ein Duplikat anfertigte. Heute sind beide wieder vorhanden.

1936 kam es zur Neuordnung der Feuerwehr. Der Branddirektor teilte die Auflösung der Züge mit und formte die Wehr zum Löschzug um. Der Wehrführer wurde zum Brandmeister und die ehemaligen Zugführer zu Löschmeistern. Der Branddirektor verlor seine Bezeichnung und wurde als Ehrenbranddirektor weitergeführt. Der Führungsausschuss wurde zum Führerrat.

Am 15.April 1939 wurde Kamerad Rudi Baldauf zum Stellvertreter bestimmt. Am 27.November wurde der Feuerwehrverband aufgelöst und neue Richtlinien erlassen. Die Bezeichnung der Feuerwehrleute war von nun an Truppführer und Obertruppmann.

Mit der Vereidigung des Wehrführers und der Mannschaft auf Hitler und das deutsche Volk war die Unterstellung der Feuerwehr unter die Polizei endgültig besiegelt.

Die Feuerwehr während des II. Weltkrieges

Bereits mit Kriegsausbruch am 01.September 1939 wurden fünf Kameraden eingezogen, denen 1940 weitere elf folgen mussten. Da die Wehr stark dezimiert war, wurden im Oktober 1940 zehn Mann vom Bürgermeister verpflichtet. Acht davon traten dann in die Feuerwehr ein.
Am 25.02.1942 legte der Wehrführer Max Wächtler aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder. Sein Nachfolger sollte Rudi Baldauf werden, der aber im Wehrdienst war. Da auch alle anderen Truppführer eingezogen wurden, stand die Wehr ganz ohne Führer da. Daraufhin strukturierte der Bürgermeister die Feuerwehr um und berief den Kameraden Max Löwe zum Stellvertreter und kommissarischen Leiter bis Rudi Baldauf wiederkehrt.
Nachdem weitere Kameraden zum Kriegsdienst mussten, verpflichtete der Bürgermeister 1944 fast alle feuerwehrtauglichen Männer die noch im Ort waren um den Brandschutz aufrechterhalten zu können. Es kamen immerhin noch 45 Einwohner zusammen.
Ob man in den Kriegswirren von 1942 bis 1945 überhaupt von geregelter Feuerwehrarbeit sprechen kann, ist fraglich. Das Protokollbuch endet am 31.03.1942 und im Stammbuch sind ständig Namen gestrichen und neue hinzugekommen.


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  Neue Uniformhosen eingeweiht
26.11.2005  
Diese 5 Kameraden sicherten die Veranstaltung zum Anschieben der Pyramide am 26.11.05 ab. Dabei wurden die neuen Uniformhosen eingeweiht.
Sehen sie nicht schmuck aus?!

  Anschieben der Pyramide
26.11.2005  
Pünktlich 15.30 Uhr wurde am 26.11.2005 mit weihnachtlichen Klängen der „Fuchsberger“ die Pyramide angeschoben. Flügel auf dem Dach der Heimatscheune gaben ihr ein neues Bild. Auch die neuen Pyramidenfiguren begeisterten die zahlreich erschienenen Zuschauer, die sich die eisige Winterluft mit heißem Glühwein, würzigen Würstchen oder Kaffee und Stollen fernhielten. Hierbei verrichtete die Verkaufsbude der Feuerwehr für die Landfrauen gute Dienste.
5 Kameraden unserer Wehr sicherten die Veranstaltung ab.

  Gleich 2 Einsätze hintereinander
17.11.2005  
VII. Einsatz am 17.11.2005


An diesem Donnerstag hatte es zum ersten Mal geschneit und die Straßen waren von einer dünnen Eisschicht überzogen und sehr glatt.
So ereignete sich auf der Straße zwischen Großwaltersdorf und Gränitz beim Abzweig Großhartmannsdorf ein Verkehrsunfall. Ein Pkw war von der Straße abgekommen und gegen einen Baum gerutscht. Die Polizei stellte fest, dass Öl auf die Fahrbahn gelaufen war. Um die Gefahrenstelle mit Ölbindemittel abzustumpfen, wurde unsere Wehr um 9.12 Uhr über Sirene und Funkmeldeempfänger alarmiert.
Schnell rückten 7 Kameraden und Kameradinnen mit beiden Fahrzeugen zur Einsatzstelle aus. Die ausgelaufene Flüssigkeit war bereits vom Abschleppdienst beseitigt worden, sodass unser Einsatz nicht mehr nötig war.
Nichts ahnend, dass bereits in wenigen Minuten erneut eine Alarmierung erfolgen sollte, beendeten die Einsatzkräfte den Einsatz.



VIII. Einsatz am 17.11.2005


Kurz nach Beendigung des ersten Einsatzes an diesem Donnerstag wurde unsere Wehr um 9.52 Uhr bereits das zweite Mal über Sirene und Funkmeldeempfänger alarmiert. Jetzt trafen schnell 11 Kameraden und Kameradinnen am Gerätehaus ein, um den neuen Einsatzauftrag zu erfüllen. Dieser stellte eine besondere Herausforderung für die Einsatzkräfte dar.
In einem im Bau befindlichen Eigenheim hatte sich ein Bauarbeiter schwer verletzt. Schnell waren Notarzt und Rettungswagen vor Ort. Da aber in diesem Rohbau noch keine Treppen montiert waren, konnte der Verletzte nicht aus der 2. Etage transportiert werden. Das machte den Einsatz der Feuerwehr notwendig. An der Einsatzstelle angekommen, stellten die Rettungskräfte fest, dass ein sicherer Transport der verunfallten Person aus dem Obergeschoss am Besten mit Hilfe der Drehleiter durchgeführt werden konnte. So forderten wir per Funk über die Leitstelle Freiberg die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Eppendorf an. Diese war in kurzer Zeit am Einsatzort und die Rettung konnte mit einer Trage und dem Korb stattfinden.

  Ehrenkreuze an verdienstvolle Feuerwehrleute
17.11.2005  
Ehrenkreuze an verdienstvolle Brandschützer



Schon eine schöne Tradition ist die Einladung von Landrat Volker Uhlig an verdienstvolle Feuerwehrleute, um im Namen der Landkreisverwaltung für die langjährige Arbeit Dank zu sagen.
So wurden auch am Freitag, den 11.11.05 in der Gaststätte „Brauhof“ in Freiberg vier Mitglieder unserer Wehr für 25 und 40 Jahre Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr mit dem Ehrenkreuz in Silber bzw. Gold geehrt:


Das Ehrenkreuz in Silber für 25 Jahre Dienst erhielt
Kamerad Ralf Kroll.

Das Ehrenkreuz in Gold für 40 Jahre Dienst erhielten die Kameradinnen
Inge Ranft, Christine Buschmann und Regina Görner.



In seiner Ansprache würdigte Uhlig das bürgerliche Engagement für das Ehrenamt – sowohl den Einsatz der Feuerwehrleute selbst als auch das Verständnis der Familien. Die Freiwilligen Feuerwehren seien gleichsam das Herz der intakten Bürgergesellschaft, da man mit hoher Einsatzbereitschaft an 365 Tagen im Jahr für die Sicherheit von Menschen und Sachwerten freiwillig Dienst tue.
Verliehen wurden an diesem Abend insgesamt 90 Ehrenkreuze in Silber für 25 Jahre und 60 Ehrenkreuze in Gold für 40 Jahre Dienstzeit in der Freiwilligen Feuerwehr.
Im Landkreis bestehen zur Zeit 90 Freiwillige Feuerwehren mit 2479 Mitgliedern sowie 51 Jugendfeuerwehren.
Das Zupfensemble „Saitenklänge“ der Musikschule der Kontakt Kultur gGmbH Kreis Freiberg umrahmte musikalisch den Abend, der mit regem Erfahrungsaustausch und gemütlichem Beisammensein ausklang.

  Brandschutz in Großwaltersdorf vor 1931
11.11.2005  

Anläßlich unseres 75jährigen Gründungsjubiläums, das wir am Osterwochende 2006 begehen wollen, bringen wir eine kleine monatliche Reihe zur Geschichte unserer Feuerwehr als Auszug aus der Feuerwehrchronik.

Beginnen wollen wir mit dem Thema: Brandschutz in Großwaltersdorf vor 1931

Am 16.September 1837 kam es in Großwaltersdorf zu einem verheerenden Dorfbrand, bei dem nahezu das gesamte Ortszentrum vernichtet wurde. Dabei brannten innerhalb von zwei Stunden 8 Bauerngüter, 7 Wohnhäuser, Gasthof, Schule, Lehngericht, Pfarrhaus und die Kirche bis auf die Grundmauern nieder. Dieses Ereignis musste wohl den Anstoß gegeben haben, einen organisierten Brandschutz auch in unserem Ort zu gewährleisten.
Bereits um 1840 gab es in der Gemeinde ein Gebäude der Feuerwehr. Ab 1850 wird dann schriftlich von Feuerwehrausrüstung berichtet. So hieß es in der Gemeinderatssitzung vom 8.Februar 1850: „Herr Spritzenfabrikant Kern aus Geringswalde bei Rochlitz lieferte nach mehreren Verhandlungen 50 Ellen = 35m Schlauchrohr zur hiesigen Feuerspritze für die Summe von 22 Thalern“. In einer weiteren Ratssitzung ist sogar von einer Reparatur der Handdruckspritze die Rede: „Am 24.Februar 1850 erschien zur Probe der hiesigen Orts-Feuerspritze, welche Herr Mechanikus Kern aus Geringswalde mit zwei Schlauchrohren neu construiert und hauptsächlich mit zwei Messinghohlkolben von demselben zur Zufriedenheit angefertigt worden sind, so werden Herrn Mechanikus Kern heute nach Beschlußnahme, dass früher vom 8.Februar abgeschlossenen Contracts mit 22 Thalern für diese Messingeren Hohlkolben nach gutbefundener abgelegten Probe bezahlt.
Gleichzeitig stellt sich heraus, dass die hiesige Spritze ganz geeignet sei zu gleicher Zeit und gleichem Druck mit zwey Rohren spritzen zu können, da nun zweyerlei Anwendung nur eine Mündung zu hiesigen Spritze vorhanden war, so beschlossen die anwesenden Gemeinderatsmitglieder, dass noch ein zweites angekauft werden sollte, welches sogleich von Herrn Kern für die Summe von 4 Thalern, 15 Groschen angekauft wurde und ebenfalls unter heutigem (24.Februar) Dato aus der hiesigen Feuergeräthscasse bezahlt. So sind Herrn Kern unter heutigem Dato mit 48 Thalern und 15 Neugroschen für 50 Ellen Schlauchrohr und zwey Messing-Hohlkolben mit Einrechnung (Verrechnung) der alten Kolben in baar bezahlt worden.“

Diese Aufzeichnungen aus dem Protokollbuch der Gemeinde lassen vermuten, dass schon seit ein paar Jahren vorher Feuerwehrtechnik im Ort bestand. Bemerkenswert ist ebenfalls, dass es für die Gegenstände beachtliche acht Jahre Garantie gab.

Durch das königliche Gerichtsamt Augustusburg wurde die Gemeinde am 20.November 1866 unter Androhung von Strafe aufgefordert innerhalb von zwei Monaten Feuereimer bestehend aus Leder, Wurzel oder Hanf anzuschaffen
Weiterhin ist aus dem Jahr 1866 bekannt, dass am 26.11. der Spritzenmeister und sein Stellvertreter Anträge auf Gehaltserhöhung beim Gemeindeamt einreichten. Dem wurde ab sofort entsprochen und dem Spritzenmeister Walther fünf Thaler und seinem Stellvertreter Schneider zwei Thaler Gehalt jährlich ausgezahlt.
Der Gemeinderat beschloss am 26.11.1866 weiter: „Die zum Spritzendrücken bestimmten Personen erhalten 15 Pfennig/Stunde. Die zur Feuerwache bestimmten Personen erhalten dasselbe!“
Von 1880 ist bekannt, dass eine Pflichtspritzenmannschaft unter dem Kommando des Zigarrenfabrikanten Robert Hösel bestand.

All diese Informationen lassen darauf schließen, dass im 19.Jahrhundert der Feuerschutz voll in der Verantwortung der Gemeinden lag und für die Bürger Pflicht war. Die Verpflichteten erhielten dafür Gehalt oder wurden entlohnt. Für den Brandschutz müssen auch überörtliche Gesetze bestanden haben.

Der freiwillige Brandschutz ist in Großwaltersdorf ab 1922 nachzuweisen. Am 01.02.1922 wurde in unserem Ort eine freiwillige Spritzenmannschaft mit neun Kameraden aufgestellt. Später kamen aus der sogenannten Turner-Rettungsschar die Steiger hinzu. Sie wurden mit Seilen und Leitern ausgerüsteten und waren für die Menschenrettung zuständig. Hornisten des Martinstrompetenquintetts (Schalmeien) und Sanitäter vervollständigten die am 01.10.1930, 26 Mann starke Truppe. Kommandant war Max Wächtler, sein Stellvertreter Oskar Schreiber. Sieben Musiker gehörten zur Mannschaft ohne aktiven Dienst auszuüben.

Bis ins 20.Jahrhundert erfolgte die Alarmierung durch die Kirchenglocken, so dass der Glöckner jedes Mal in Windeseile die 118 Stufen bis zum Glockenstuhl erklimmen musste. Bei Feuer im Ort wurden alle drei Glocken angeschlagen, außerhalb nur die große Glocke. Zu dieser Zeitverzögerung kam noch das Einspannen der Pferde vor die Handdruckspritze und die geringe Geschwindigkeit des Gespanns. Jeder kann sich wohl denken, dass man sich damals oft nur auf die Schadensausbreitungsverhinderung und die Restablöschung konzentrieren konnte.

Leider besitzen wir bis 1930 keine feuerwehreigenen Aufzeichnungen und nur sehr wenig Bilddokumente, so dass alle Angaben aus der Dorfchronik und von überlieferten Augenzeugenberichten sowie den wenigen Bilddokumenten hergeleitet werden mussten. Deshalb kann für die Richtigkeit der Aussagen nicht immer garantiert werden.
Erst ab 1930 besitzen wir die Protokollbücher der Kommando-, Ausschuss- und Hauptversammlungen.

Thema Dezember: Gründung der FF Großwaltersdorf 1931

Eines der wenigen Bilddokumente aus der Zeit vor 1931:


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  Abschlussübung am 05.10.05
09.10.2005  
Unsere Abschlussübung fand am 05.10.2005 statt.
Um 18.40 Uhr wurden wir per Sirene und Funkmeldeempfänger alarmiert.
Übungsobjekt war das Vereinshaus des Skivereins an der Rollerbahn.
Gemeldet wurde ein Brand im Gebäude und vermisste Personen.
18.45 Uhr war unser erstes Einsatzfahrzeug vor Ort, wo sofort zwei Angriffstrupps unter schwerem Atemschutz zur Menschenrettung vorgingen.
Da das Treppenhaus stark verqualmt war, mussten die Personen über Steckleiterteile aus dem ersten und zweiten Obergeschoss gerettet werden.
In der Zwischenzeit bauten die nachgerückten Einsatzkräfte die Wasserversorgung von der Staustelle bei Pflugbeil Uwe über Bartzsch auf.
Nun wurde zum Innenangriff und zur Brandbekämpfung vorgegangen.
Wieder einmal stellten die Kameradinnen und Kameraden ihr in der Ausbildung erworbenes Wissen und Können unter Beweis. Alle Aufgaben wurden erfolgreich gemeistert.

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